Preis-Schock für Gebrauchtwagen-Käufer

Preise ziehen wieder an

Preis-Schock für Gebrauchtwagen-Käufer

Trendumkehr am heimischen Gebrauchtwagen-Markt – Preise ziehen wieder an.

Nachdem die Preise für gebrauchte Autos seit März 2020  stetig gesunken sind , war im Juli und August laut der aktuellen Auswertung des Gebrauchtwagen-Preis-Index (AGPI) von AutoScout24 erstmalig wieder eine Preissteigerung auf dem Markt angesagt. Durchschnittlich kostete ein Gebrauchtwagen in Österreich im August 19.634 Euro und damit 400 Euro mehr als im Juni. Einziger Lichtblick: Im Vergleich liegen die Preise dennoch immer noch unterhalb denen des Vorjahres – die Differenz beträgt rund 225 Euro. Doch auch diese verbliebene Lücke dürfte bald aufgeholt sein. Die über nahezu alle Segmente hinweg gestiegenen Preise seien eine Folge der ebenfalls segmentübergreifenden Nachfragesteigerung, so die Online-Gebrauchtwagenplattform.

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Junge Gebrauchte ziehen stärker an

Innerhalb der Alterssegmente konnten die jungen Gebrauchtwagen ihren leichten Aufwärtstrend halten. Vor allem Jahreswagen, 1 bis 3 und 3 bis 5 Jahre alte Gebrauchte steigerten ihre Preise laut der Analyse im August um etwas mehr als 1 Prozent im Vergleich zum Vormonat. 32.718 Euro kostete ein Jahreswagen im Schnitt, 1- bis 3-Jährige wurden für durchschnittlich 29.941 Euro und 3 bis 5-Jährige für 21.031 Euro angeboten. Währenddessen erfuhren auch die 5 bis 10 und 10 bis 20-jährigen Gebrauchten mit durchschnittlichen Angebotspreisen von 14.274 Euro bzw. 6.624 Euro eine leichte Preissteigerung. Auch die mindestens 20 Jahre alten Youngtimer wurden mit durchschnittlich 6.251 Euro um 3,6 Prozent teurer. Lediglich die Oldtimerpreise mit durchschnittlich 22.009 Euro erlitten einen Dämpfer um minus 8 Prozent. 

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Preissteigerung nach Segmenten

In beinahe allen Fahrzeugsegmenten konnten sich die Angebotspreise entweder stabilisieren oder leicht erhöhen. Am deutlichsten erhöhten sich die durchschnittlichen Preise für Kleinwagen um knapp 2 Prozent auf durchschnittlich 9.964 Euro. Die Mittelklasse und Vans/Kleinbusse wurden im August für 17.610 respektive 18.037 Euro und damit um rund 0,9 Prozent teurer angeboten als noch im Juli. Alle anderen Fahrzeugklassen stiegen preislich um rund 0,5 Prozent, einzige Ausnahme war die Obere Mittelklasse, die mit 22.624 Euro geringfügig um 0,2 Prozent günstiger zu haben war. Kompaktwagen kosteten im August im Schnitt 14.285 Euro. Im oberen Preissegment bewegten sich SUVs bzw. Geländewagen mit 27.908 Euro, die Oberklasse mit 44.498 Euro sowie Sportwagen mit einem Durchschnittspreis von 52.705 Euro.  

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Nachfrage erlebt starken Aufschwung

Wie aus dem AGPI ebenfalls herauszulesen ist, stieg die Beliebtheit nahezu sprunghaft an. Sämtliche Segmente wurden im August durchschnittlich um rund 50 Prozent mehr aufgerufen als noch im Juli 2020. Dabei fielen insbesondere gebrauchte Sportwagen sowie Fahrzeuge der Oberklasse mit einem starken Nachfrageschub auf. Auch die Oldtimer verzeichneten einen Beliebtheitsanstieg von 90 Prozent. 

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Mehr Angebot 

Die Angebote seien im Vergleich zum Vormonat ebenfalls gestiegen. Innerhalb der Fahrzeugsegmente stieg bei AutoScout24 der Angebotsbestand aller Segmente um bis zu 4 Prozent. Ähnlich sah es bei den Alterssegmenten aus. Nur das Angebot an Jahreswagen ist leicht gesunken, das Angebot der 3 bis 5-Jährigen hat nur um 0,5 Prozent zugelegt. Interessenten konnten im August unter mehr Youngtimern (plus 6,8 Prozent) und Oldtimern (plus 5,7 Prozent) als im Vormonat wählen. 

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