VW, Opel, Fiat, Peugeot, Renault & Co. stoppen Produktion

Fabriken in Europa stehen still

VW, Opel, Fiat, Peugeot, Renault & Co. stoppen Produktion

Auch in den Werken von Ferrari und Lamborghini stehen die Bänder derzeit still.

Wegen der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie werden immer mehr Autofabriken in Europa geschlossen. Nach FCA ( Fiat  Chrysler) kündigte auch der Opel-Mutterkonzern PSA ( PeugeotCitroen  und DS) an, seine europäischen Werke vorerst bis 27. März dicht zu machen.  Opel  hat auch ein Werk in Wien-Aspern.

Renault  stoppt seine Produktion in Frankreich. Davon seien zwölf Werke mit 18.000 Mitarbeitern betroffen, teilte der Konzern mit.  Volkswagen  stoppt wegen der Coronavirus-Krise als erster Konzern in Deutschland seine Produktion weitgehend. 

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VW stellt Produktion weitgehend ein

"Angesichts der sich aktuell deutlich verschlechternden Absatzlage und der sich abzeichnenden Unsicherheit bei der Teilversorgung unserer Werke wird es an den Standorten unserer Marken unmittelbar auch zu Produktionsunterbrechungen kommen", erklärte VW-Chef Herbert Diess am Dienstag. Für die Werke in Spanien ( Seat ) und der Slowakei sowie die Standorte der italienischen Marken  Lamborghini  und Ducati gelte das schon in dieser Woche. "Die meisten anderen deutschen und europäischen Werke des Konzerns bereiten sich auf eine Produktionsunterbrechung voraussichtlich für zwei bis drei Wochen vor." In China sei die Fertigung in fast allen Werken wieder aufgenommen worden.
 

Bei  Audi  stockt die Produktion im Werk Brüssel, weil Mitarbeiter aus Sorge um den Virenschutz die Arbeit vorübergehend niedergelegt haben. Die Bedenken seien in Gesprächen zwischen Gewerkschaftsvertretern und Management ausgeräumt worden, sagte ein Sprecher. Unabhängig davon kämpft Audi in Brüssel seit Monaten mit Nachschubproblemen bei Batteriekomponenten für seinen Vorzeige-Elektrowagen e-tron. An allen übrigen Audi-Standorten laufe die Produktion normal.

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Nicht alle Hersteller betroffen

Bei  BMW  gab es keine Produktionseinschränkungen. "Es gibt derzeit keine Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit in unserer Lieferkette", teilte der deutsche Autobauer mit. Die Frage von Kurzarbeit stelle sich für BMW derzeit nicht. Daimler äußerte sich zunächst nicht.

Fiat Chrysler teilte mit, in den italienischen Fabriken Melfi, Pomigliano, Cassino, Mirafiori, Grugliasco und Modena werde zwei Wochen nicht gearbeitet. Die Produktion im serbischen Kragujevac und das polnische Werk Tychy würden ebenfalls geschlossen. Die vorübergehende Aussetzung ermögliche es dem Autobauer, auf die gesunkene Pkw-Nachfrage effektiv zu reagieren. Der italienisch-amerikanische Autobauer hatte vergangene Woche bereits angekündigt, einige Fabriken an zwei Tagen in der Woche ruhen zu lassen.

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Italienische Sportwagenbauer

Ferrari  hat als Reaktion auf die Viruskrise ebenfalls die beiden Werke in Maranello und Modena bis 27. März dichtgemacht. Der zu Volkswagen gehörende Rivale  Lamborghini  hat bis 25. März einen Produktionsstopp verhängt. Italien ist besonders hart von der Epidemie getroffen, das ganze Land steht praktisch still. In Spanien gelten ähnliche Einschränkungen des öffentlichen Lebens.

Ford  hält die Bänder in einem Werk in der Türkei vorübergehend an. Im Werk im deutschen Saarlouis lassen die Amerikaner eine Schicht ausfallen, weil viele Mitarbeiter aus der ostfranzösischen Region Elsass/Lothringen einpendeln, die als Coronavirus-Risikogebiet gilt. "Wir haben erstmal entschieden, dass wir die Kolleginnen und Kollegen 14 Tage zuhause zu lassen", sagte ein Ford-Sprecher.

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Lage in China entspannt sich

Experten rechnen damit, dass die Autonachfrage europaweit massiv sinken wird, weil in Zeiten von Corona kaum jemand an den Kauf eines neuen Fahrzeugs denkt. In China, wo die Epidemie ihren Ursprung hat, läuft es dagegen besser. Dort gehen immer mehr Werke wieder ans Netz.

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