Einbau von E-Auto-Ladestationen soll leichter werden

In Mehrparteienhäusern

Einbau von E-Auto-Ladestationen soll leichter werden

Bisher müssen alle zustimmen - jetzt kommt neues Wohnungseigentumsgesetz.

Nachdem die Regierung zuletzt die  Kaufförderung für Elektroautos  deutlich erhöht hat, folgt nun der nächste Schritt, der den Stromern zu mehr Absatz verhelfen soll. Umweltministerin Leonore Gewessler und Justizministerin Alma Zadic (beide Grüne) wollen die Infrastruktur für Elektroautos verbessern. Dazu soll der Einbau von E-Ladestationen in Mehrparteienhäuser mit Eigentumswohnungen erleichtert werden. Bis Herbst 2020 soll ein Vorschlag für ein "Right to Plug" ausgearbeitet werden, kündigten beide an.

Der Verkehr sei das "Sorgenkind" in der Klimabilanz, weil dort die Emissionen weiter steigen, sagte Gewessler. Zusätzlich zu besserer Infrastruktur für Radfahrer und Anreizen für Fußgänger setze die Regierung auch auf mehr emissionsfreie Autos. Mit besserer Infrastruktur für Elektroautos will Gewessler die Klimabilanz verbessern.

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Änderungen beim Wohnungseigentumsgesetz

Eigentumswohnungsbesitzer in Mehrparteienhäusern brauchen derzeit für den Einbau einer Einzelladestation für ihr E-Auto die Zustimmung aller Wohnungseigentümer. Beim Einbau von Gemeinschaftsladestationen sei immer noch die Zustimmung der Mehrheit der Wohnungseigentümer erforderlich, erläuterte Zadic. Hier wolle man im Wohnungseigentumsgesetz (WEG) ansetzen, um von diesen hohen Hürden wegzukommen. Dabei dürfe auch die Güterabwägung zwischen den verschiedenen Interessen nicht außer Acht gelassen werden. Eine Arbeitsgruppe von Umwelt- und Justizministerium solle bis zum Herbst einen Vorschlag ausarbeiten, der noch heuer umgesetzt werden soll, kündigte Zadic an. Die Problematik für Mieter, die für ihr Elektroauto eine E-Ladestation wollen, werde man sich später ansehen.

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Bei uns gibt es 40.000 reine Stromer

Derzeit gebe es rund 40.000 Elektroautos in Österreich. Im ersten Halbjahr 2020 habe sich der Anteil der E-Autos an den Neuzulassungen im Vorjahresvergleich verdoppelt, "aber wir haben noch einen langen Weg vor uns", räumt Gewessler ein. Ziel sei es, bei Neuzulassungen so rasch wie möglich zu 100 Prozent emissionsfreien Autos zu kommen. Derzeit kommen von 1.000 Anträgen für Ladeinfrastrukturförderungen nur fünf aus Mehrfamilienhäusern.

Förderungen gibt es sowohl für die Anschaffung von Elektroautos (5.000 Euro) als auch für den Einbau von Ladestationen (600 bis 1.800 Euro).

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