Der Formentor ist da - der erste reine Cupra

Eigenständiges Modell

Der Formentor ist da - der erste reine Cupra

Während Leon und Ateca auf Seat-Modellen basieren, ist das SUV-Coupé eine Eigenkreation.

Mit dem brandneuen  Cupra Leon  und dem Cupra Ateca hat die Sporttochter von  Seat  zwar bereits zwei Modelle, die unter dem eigenen Label (inklusive Logo) laufen, im Programm, dennoch ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Fahrzeuge auf zwei herkömmlichen Seat-Modellen basieren. Beim dritten Fahrzeug aus dem Hause Cupra ist das nicht der Fall. Beim Formentor handelt es sich nämlich um das erste eigenständige Modell der Marke. Unterm Blech steckt zwar auch hier die bewährte Konzerntechnik, doch das Blechkleid ist einzigartig.

© Cupra

Abmessungen und Design

Optisch bietet das Serienmodell keine Überraschungen. Cupra hatte den Formentor bereits vor einem Jahr  als seriennahe Studie vorgestellt . Und wie sich nun zeigt, hat sich seither – zum Glück – kaum etwas verändert. Das 4,45 Meter lange, 1,84 Meter breite und 1,51 Meter hohe SUV-Coupé setzt auf eine aggressiv gestaltete Front mit großen Lufteinlässen, flachen LED-Scheinwerfern und schwarz eingefasstem Kühlergrill. Im Gegensatz zum Cupra Leon sind beim Formentor runde Nebelleuchten verbaut. Der untere Lufteinlass wirkt ziemlich zerklüftet und passt damit sehr gut zur Seitenansicht. Hier sorgen nämlich zwei Blechfalten für ordentliche Spannung im Design. Hinzu kommen ausgestellte Radkästen, auffällige 19 Zöller, eine stark nach hinten ansteigende Fensterlinie und ein sanft abfallender Dachverlauf, der vom Spoiler verlängert wird. Die Heckscheibe steht ähnlich schräg wie jene des Audi  Q8 . Zu diesem gibt es  noch weitere Parallelen wie das durchgehende Leuchtenband. Beim Serienmodell wurde der Diffusoreinsatz im Vergleich zur Studie etwas entschärft. Dank der integrierten zweiflutigen Abgasanlage mit vier Endrohrblenden wirkt er dennoch dynamisch. Im erweiterbaren Kofferraum finden mindestens 450 Liter Platz. Im Grill und auf der Heckklappe ist das Cupra-Logo montiert. Dieses setzt auf den Marken-typischen Kupferfarbton, der sich auch an den Felgen und im Innenraum wiederfindet. Unter den neun verfügbaren Lackierungen finden sich auch zwei Matttöne.

© Cupra

Innenraum

Innen hat sich im Vergleich zur Studie auch nicht viel verändert. Das Cockpit des Formentor erinnert stark an den Cupra Leon. Wie beim Kompaktmodell misst das digitale Kombiinstrument 10,25-Zoll. Das Multimediasystem wird über einen leicht zum Fahrer geneigten 12-Zoll-Touchscreen bedient. Dieser ist also etwas größer als jener im Leon. Die Darstellung der hochauflösenden Anzeigen ist ebenfalls sportlich angehaucht. Fahrer und Beifahrer nehmen auf Sportsitzen Platz. Diese weisen genau wie das Multifunktionslenkrad kupferfarbene Ziernähte auf. Wie beim Cupra-Leon verfügt das Volant über zwei Zusatzknöpfe – einer dient zum Starten, der zweite aktiviert den Cupra-Modus, in dem der Formentor seine Muskeln anspannt. Die eckigen Luftausströmer und die Lenkradspangen sind ebenfalls mit kupferfarbenen Elementen verziert. Bei der Vernetzung ist alles zu haben, was der aktuelle Konzernbaukasten (MIB 3) hergibt. Echtzeit-Navigation, Apple CarPlay, Android Auto, Sprach- und Gestensteuerung sind serienmäßig an Bord. Hinzu kommt eine Armada an Assistenzsystemen. Zudem ist der Formentor dank eSIM stets online und kann Updates „over the air“ empfangen.

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Antriebe

Unter der Haube bleiben die Überraschungen ebenfalls aus. Wie bei Cupra Leon, Skoda  Octavia RS iV  und VW  Golf 8 GTE  gibt es auch beim Formentor einen Plug-in-Hybridantrieb. Dessen 1,4 Liter Turbo-Benziner und E-Maschine bringen es auf eine Systemleistung von 245 PS (400 Nm). Wird die 13 kWh Batterie vor der Fahrt an der Steckdose voll aufgeladen, soll das SUV-Coupé eine rein elektrische Reichweite von rund 50 km bieten. Für die Kraftübertragung an die Vorderräder zeigt sich ein 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) verantwortlich, das über einen kleinen Stummel (Dive-by-Wire-Shifter) in der Mittelkonsole bedient wird. Alternativ steht der reine Benziner aus dem Cupra Leon ST 4Drive zur Verfügung. Das 2,0-Liter-Turbotriebwerk leistet 310 PS und stellt ein maximales Drehmoment von 400 Nm bereit. Die Kraft wird über ein 7-Gang-DSG an alle vier Räder weitergeleitet. Fahrleistungen und Verbrauchswerte hat Cupra noch nicht verraten. Fahrwerk, Lenkung und Bremsen wurden speziell auf den Formentor abgestimmt. Da schon der Cupra Ateca ordentlich um die Ecken geht, dürfte die Fahrdynamik beim etwas flacheren Bruder noch ausgeprägter sein.

© Cupra

Verfügbarkeit

Die Seat-Tochter will den Formentor im vierten Quartal 2020 in den Handel bringen. Bis dahin haben die Spanier noch Zeit, einen Preis festzulegen. Bisher war bei der Marke das Preis/Leistungsverhältnis stets sehr gut. Wenn das beim ersten „echten“ Cupra so bleibt, stehen die Erfolgschancen gut.

>>>Nachlesen:  Formentor wird das erste eigene Cupra-Modell

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