Probleme über Probleme

Krise bei Tesla verschärft sich

Nun kündigt der Chef des Elektroautobauers eine massive Umstrukturierung an

Tesla plant eine Umstrukturierung. Er wolle eine "gründliche Reorganisation", schrieb Firmenchef  Elon Musk  in einem nun bekannt gewordenen Memo an die Mitarbeiter. Er wolle in diesem Zusammenhang flachere Hierarchien schaffen und so die Kommunikation verbessern, Funktionen zusammenfassen und andere Aktivitäten beschneiden. Laut Experten dürfte hinter dieser Maßnahme jedoch mehr stecken.

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Mehrere Baustellen

Denn der US-Elektroauto-Hersteller ist derzeit unter anderem wegen großen  Produktionsproblemen beim verhältnismäßig günstigen Modell 3  in unruhigem Fahrwasser. Darüber hinaus haben sich die Verluste im ersten Quartal 2018 noch einmal deutlich erhöht. Dann hatte Musk auch keine Lust Fragen von kritischen Aktionären zu beantworten. Zuletzt kündigte Produktionschef Doug Fields eine Auszeit von einigen Wochen an. Zudem sind zuletzt auch viele Top-Manager zu Konkurrenten wie der Google-Tochter Waymo abgewandert.

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Model 3 ist Zünglein an der Waage

Vom Erfolg des Model 3 hängt die Zukunft von Tesla ab. Mit einem Basispreis ab 35.000 Dollar (Einstiegsmodell ohne Steuern) will Musk Käufer mit kleinerem Geldbeutel und höhere Stückzahlen erreichen als mit seinem mehr als doppelt so teuren Premiumwagen Model S und Model X. Nach monatelangen Berichten über Anlaufschwierigkeiten in der Produktion hatte Musk kürzlich Fehler bei dem Projekt eingestanden. So setzte er zu stark auf Automatisierung, was zu Verzögerungen führte. Im zweiten Quartal soll das Werk in Fremont zehn Tage still stehen. Bis Ende Juni will Tesla wöchentlich  5.000 Model 3 vom Band laufen lassen , nach zuletzt 2.270 Stück, sagte Musk. In der zweiten Jahreshälfte soll das Modell, für das es mehr als 450.000 Reservierungen gibt, Gewinn abwerfen.

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Konkurrenz in Startlöchern

In Europa verzögert sich die zunächst für 2018 angekündigte Auslieferung des Model 3 nach Medienberichten auf das kommende Jahr. Die deutschen und britischen Hersteller verkürzen unterdessen Teslas Vorsprung mit neuen Elektroautos, die rund 500 Kilometer weit mit einer Stromladung kommen sollen. Audi setzt in diesem Jahr schon mit dem  e-tron quattro  dem Tesla-SUV Model X etwas entgegen. Ein mittelgroßer Geländewagen wird auch das erste Modell von Daimlers Elektromarke EQ - der für 2019 angekündigte  EQC . Porsche greift im Sportwagensegment dann mit dem Mission E Tesla an. Erschwingliche kompakte Elektroautos der Marke I.D. hat Volkswagen ab 2020 geplant. Bei BMW soll im selben Jahr das Elektro-SUV iX3 vom Band rollen. Der  in Graz gebaute Jaguar  I-Pace  kann bereits bestellt werden und wird ab Juni 2018 ausgeliefert.

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