VW verrät offizielle Infos

Golf VIII kommt mit Hightech-Sparmotoren

Nächste Generation des Bestsellers soll Effizienz und hohe Dynamik unter einen Hut bringen.

Obwohl der Golf VIII erst in über einem Jahr vorgestellt wird, gibt VW nun bereits zum dritten Mal offizielle Informationen zum Nachfolger des Golf VII bekannt. Konkret wurde nun im Rahmen des 39. Wiener Motorensymposiums (26. bis 27. April 2018) ein Ausblick auf die Antriebstechnik des kompakten Bestsellers gegeben. Dabei zeigt sich, dass hier die drei Schlagworte wie nachhaltig, effizient und kraftvoll dominieren.

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VW will gesamte Modellpalette elektrifizieren

Mit der Einführung innovativer Hybridsysteme in der achten Golf Generation soll bei der Marke eine neue Antriebsepoche bei Verbrennungsmotoren beginnen. In weiteren Schritten soll Stück für Stück nahezu die gesamte Modellpalette elektrifiziert werden. VW kombiniert den Verbrennungsmotor beim Golf VIII erstmals in einem Kompaktmodell mit einem sogenannten 48V-Riemen-Startergenerator und einer 48V-Batterie. Bei größeren Konzernmodellen wie dem  neuen Touareg  oder den Audi-Baureihen  A6A7 Sportback  und  A8  ist das ja bereits schon jetzt der Fall.

© Volkswagen Der Generator und die Batterie sehen unauffällig aus, sind aber technisch äußerst anspruchsvoll.

Segel- und Boostfunktion

Der 48V-Mild-Hybrid macht es möglich, mit komplett abgeschaltetem Verbrennungsmotor zu „segeln“ und dadurch bis zu 0,3 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometern zu sparen. Darüber hinaus bietet dieser Mild-Hybrid durch das elektrische Boosten beim Anfahren ein Plus an Dynamik. Die 48V-Technologie ermöglicht also eine kostengünstige Elektrifizierung des Antriebs und bringt im Alltag eine vergleichsweise hohe Spritersparnis. Beim Golf VIII kommt das 48V-System zusätzlich zum bekannten 12V-System im Auto zum Einsatz. Es ermöglicht bei sehr kleinen Leitungsquerschnitten und damit geringem Gewicht des Kabelsatzes die Speicherung einer deutlich höheren Energiemenge in der zusätzlichen 48V-Lithium-Ionen-Batterie als bei einem 12 V-System, z.B. beim Bremsen via Rekuperation. Mit dieser Zusatzenergie kann dann der 48V-Riemen-Startergenerator angetrieben werden.

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Generator als Multitalent

Der Startergenerator erfüllt mehrere Aufgaben. Er übernimmt einerseits die Rolle der Lichtmaschine und des Anlassers. Gleichzeitig fungiert er als kleiner Elektromotor, der beim Anfahren via Boosten das Antriebsdrehmoment erhöht. Die Kraft des Generators wird dabei durch einen Riemen übertragen. Zudem startet er während der Fahrt so oft wie möglich den beim Segeln oder Ausrollen abgeschalteten Verbrennungsmotor. Über die Lithium-Ionen-Batterie erhalten der Startergenerator und – mittels sogenanntem DC/DC-Wandler – auch das 12V-Netz die notwendige Spannung.

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Golf soll Technik massentauglich machen

Durch die Elektrifizierung der konventionellen Antriebe werden wir den Verbrauch und die Emissionen weiter senken und gleichzeitig die Dynamik und den Komfort steigern“, so Dr. Frank Welsch, Vorstand Technische Entwicklung der Marke Volkswagen, und ergänzt: „Diese umfassende Elektrifizierungs¬offensive starten wir mit unserem traditionell wichtigsten Fahrzeug – dem Golf. Unser neu entwickelter und kostengünstiger 48V-Mild-Hybrid ebnet damit den Weg dieser Technologie in die breite Masse.“

Noch mehr Infos über VW finden Sie in unserem Marken-Channel.

Auch die ersten I.D.-Elektroautos starten 2018

Neben der Elektrifizierung von Verbrennungsmotoren startet VW im kommenden Jahr auch sein große Offensive bei den reinen Elektroautos. Dann starten nämlich die ersten Fahrzeuge der neuen Elektroauto-Baureihe I.D., die auf dem völlig neuen modularen Elektrobaukasten (MEB) basieren. Als erstes Fahrzeug auf Basis des neuen Modularen Elektroantrieb-Baukastens (MEB) läuft der kompakte I.D. ab Ende 2019 im Werk Zwickau vom Band. Danach folgen der I.D. Crozz, der I.D. Buzz und der I.D. Vizzion. Einen  e-Golf  wird es von der achten Generation nicht mehr geben. Seinen Part übernimmt der I.D.

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E-Baukasten für 27 Konzernmodelle

Der MEB wird konzernübergreifend eingesetzt. Insgesamt sollen die Volumenmarken VW, Audi, Seat und Skoda in den nächsten Jahren 27 Modelle auf den Markt bringen, die diese Plattform nutzen. In den vergangenen Jahren wurde die Elektro-Offensive vom mittlerweile neuen Konzern-Chef Herbert Diess stark vorangetrieben.

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