"Aeromobil 4.0"

Nächstes Flugauto ist bestellbar

Fortbewegungsmittel ist in der Luft ebenso einsetzbar wie auf der Straße.

Das "Aeromobil 4.0" aus der Slowakei, das erste kommerziell produzierte fliegende Auto der Welt, soll noch heuer auf den Markt kommen. Die Serienversion des Flugautos wurde vor wenigen Tagen von der Produktionsfirma AeroMobil bei einer Messe in Monaco präsentiert. Das zweisitzige Modell wird für 1,2 bis 1,5 Millionen Euro zu kaufen sein. Vorbestellungen sind ab sofort möglich. Die ersten Auslieferungen sind für das nächste Jahr geplant. Damit ist das Aeromobil 4.0 – nach dem  PAL-V – bereits das zweite Flugauto, das offiziell verkauft wird.

Kombination aus Auto und Kleinflugzeug

Laut Firmenchef Juraj Vaculik habe sein Team aus der Flug- und Autobranche damit die Grenzen des Möglichen neu definiert. Die Entwicklung hat immerhin 27 Jahre gedauert. Zunächst sollen nur 500 Stück auf den Markt kommen. Beim "Aeromobil 4.0" handelt es sich um eine sechs Meter lange, zweisitzige Kombination aus Auto und Kleinflugzeug, die laut Hersteller alle notwendigen Vorschriften sowohl für den Straßen- als auch den Flugverkehr erfüllt. Der effiziente Hybridmotor wird mit Normalbenzin betrieben. Mit eingeklappten Flügeln ist es auf einem normalen Parkplatz zu parken.

Flotte Transformation

Nach Aufklappen der Flügel mit einer Spannweite von 8,8 Metern genügt eine ebene Wiese und eine Geschwindigkeit von 130 km/h, um abzuheben. Vollgetankt kann das Flugauto 750 Kilometer weit fliegen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 360 km/h in der Luft und 160 km/h auf der Straße. Die Transformation soll lediglich drei Minuten dauern.

Das Aeromobil ist zudem mit einer Reihe von Sicherheitselementen ausgestattet, von Airbags bis hin zu einem Fallschirm. Dieser erwies sich als äußerst nützlich, als der Erfinder des Flugautos, Stefan Klein, 2015 bei einem Testflug in der Slowakei aus einer Höhe von 200 Metern abstürzte. Er schaffte es, den Fallschirm zu aktivieren und kam unverletzt davon.

Zahlreiche Konkurrenten

Aeromobil und PAL-V sind nicht allein mit der Idee, die heutigen Verkehrsprobleme vor allem in Großstädten mit Hilfe von Fluggeräten zu lösen. Auch der Google-Gründer Larry Page, der Flugzeugbauer Airbus und die Scheichs in Dubai entwickeln kleine Luftfahrzeuge, die jedoch senkrecht starten und landen können.

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