Teuer, aber er wirkt

Audi A6 Allroad quattro 3.0 TDI im Test

320 PS-Ingolstädter ist Sportwagen, Bergfex und luxuriöses Reisegefährt in einem.

Anfänglich nahmen wir es noch gelassen: Die Testdauer würde sich verkürzen, sprach die gute Seele vom Testwagenfuhrpark, der A6 Allroad sei verkauft. Also nur eine Woche. Das müsste genügen für qualifizierte Fahreindrücke und Fotos. Dann bestiegen wir den A6 Allroad quattro 3.0 TDI und fuhren einmal ums Eck. Und da war es schon um uns geschehen. Dieser Audi strahlt eine Perfektion aus, wie man sie sucht und selten findet. Und die Vorstellung, dieses Auto je wieder hergeben zu müssen, mündet in einer Depression.

© Christian Zacharnik

Audi A6 Allroad

Wer angesichts dieses Fahrzeugs zu einem im Gelände und punkto Platzgefüge um nichts versierteren SUV greift, hat mit angewandter Ästhetik nicht viel am Hut.

© Christian Zacharnik

Audi A6 Allroad

Beim Facelift wurde der große Grill oben stärker angeschrägt. Zudem legte die Leistung des 3,0l-V6-Diesel um 7 PS auf 320 Pferdestärken zu.

© Christian Zacharnik

Audi A6 Allroad

Im Sportmodus senkt sich das Fahrzeug ab, strafft die Muskulatur und fordert mit seinem hochexakten Setting die Feinmotorik.

© Christian Zacharnik

Audi A6 Allroad

Die Verarbeitung, die Materialien: hohe Manufakturkunst. Jeder Handgriff zeitigt ein präzises, in seiner Tonalität durchkomponiertes „Klick“.

Offroad-Sportler-
& Familien-Luxusliner
Da ist schon allein das Cockpit in seiner technoiden Eleganz. Die Verarbeitung, die Materialien: hohe Manufakturkunst. Jeder Handgriff zeitigt ein präzises, in seiner Tonalität durchkomponiertes „Klick“. Apropos Komposition: Der Motorsound ist Hochkultur. Der 3-Liter-Diesel ist stimmgewaltig wie ein ausgewachsener Achtzylinder. Dass dieser Spruch via Sound-Aktuator über die Lautsprecherboxen künstlich in den Innenraum geleitet wird, tut der Freude keinen Abbruch. Abgesehen davon wirkt das sonore Gebrabbel angesichts der Fahrleistungen absolut authentisch. Die von einem Drehmoment von 650 Nm flankierten 320 Pferde versetzen den A6 Allroad unter Volllast in inbrünstigen Galopp. Die 100er-Marke ist in 5,5 Sekunden durchbrochen.

Fahrverhalten und Design
Und dazu dieses Fahrwerk: Im Sportmodus senkt sich das Fahrzeug ab, strafft die Muskulatur und fordert mit seinem hochexakten Setting die Feinmotorik. Wird allerdings auf „Komfort“ geschaltet, gleitet der A6 Allroad sänftengleich über alle Unebenheiten hinweg. Was für eine Diversität! Natürlich passt sich auch die Automatik an das gewählte Setup an. Darüber hinaus geht der Testverbrauch von 8,3 Liter Diesel auf 100 Kilometer für einen zwei Tonnen schweren Allradler, der zudem über ein riesiges Ladeabteil verfügt, absolut in Ordnung. Unerwähnt soll auch nicht die Optik bleiben. Wer angesichts dieses Fahrzeugs zu einem im Gelände und punkto Platzgefüge um nichts versierteren SUV greift, hat mit angewandter Ästhetik nicht viel am Hut.

>>>Nachlesen: Das wird der neue Audi A6 Allroad (2017)

Kein Schnäppchen
Hut ab also vor demjenigen, der uns unser Testauto unterm Hintern weggekauft hat – und zwar um (vermutlich) nicht viel weniger als den Neupreis von 114.088 Euro. Der A6 Allroad quattro 3.0 TDI ist also teuer, aber er wirkt.  Christian Zacharnik

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Technische Daten
Motor: 3,0-Liter-6-Zylinder-Diesel
Leistung: 320 PS und 650 Nm Drehmoment
Fahrwerte: 0 bis 100 km/h in 5,5 Sekunden; Spitze: 250 km/h
Leergewicht: 2.030 Kilogramm
Verbrauch: Norm: 6,5 Liter; Test: 8,3 Liter/100 km
Abmessungen: 4,94/2,09/1,53 Meter (L/B/H)
Kofferraum: 565 Liter
Preis: ab 67.720 Euro; Testwagen: 114.088 Euro

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