Nobel-SUV

Audi Q7 3.0 TDI quattro im Test

Allradler lässt mit Extras im Wert von 50.000 Euro (!) wenig Wünsche offen.

Es scheint, als würden die Autohersteller gar nichts anderes mehr bauen als SUV. Seit gefühlten sechs Monaten rekrutiert sich der Testwagenfuhrpark der Redaktion fast ausschließlich aus domestizierten Offroadern. Erschwerend kommt hinzu, dass die Unterscheidungsmerkmale nicht sonderlich ausgeprägt sind.

© Christian Zacharnik Die Farbe nennt sich argusbraun-metallic und kostet 1.355 Euro.

Repräsentat
Nachhaltig in Erinnerung blieb allerdings der neue Q7 . Zum einen, weil Audis aktuelles SUV-Flaggschiff allein von seiner Statur her ein Prachtexemplar ist. Gut, er wirkt ein bisschen als ob er in den Keller lachen ginge, aber so ein Oberklasse-SUV hat ja auch eine staatstragende Rolle inne – glauben zumindest die Halter. Mit einer Länge von über fünf Metern scheint das Platzangebot nicht enden wollend und in den Kofferraum passt fast eine Euro-Palette.

© Christian Zacharnik Technik-Overflow: Digitale Instrumente und großer Zusatz-Bildschirm.

Luxus-Hort
Aber man kann es auch nicht verhehlen, dass man am Steuer des Q7 gewissermaßen im Selbstverständnis an Bedeutung gewinnt. Zu sehr fühlt man sich von der dargereichten Annehmlichkeiten umhegt. Sie wollen wissen welche? Name it, it got it, wie der Lateiner sagt. Oder anders ausgedrückt: Optionen im Wert von 50.000 Euro. Zu den Highlights zählen u.a. Vollledersitze mit Massagefunktion, ein Sound-System das eine Konzertsaal-Atmosphäre schafft, Online-Anbindung via LTE, ein superschnelle und hochauflösendes Navigationssystem sowie eine ganze Armada an Assistenzsystemen

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Leicht entrückt
Wichtigstes Accessoire für Freunde gepflegten Fahrens ist dabei das formidable adaptive Fahrwerk, das alle Stücke auf Lager hat: In Kurven Porsche, auf Langstrecken Rolls Royce. Und dazu schnurrt kaum vernehmbar der an den Allradantrieb quattro und eine 8-Gang-Automatik gekoppelte 272-PS-V6-TDI, jederzeit zum Sprung bereit (600 Nm ab 1.500 U/min). Das Tüpfelchen auf dem i ist dann die Allradlenkung, die den Hünen in Parkgaragen zum Zwerg schrumpfen lässt. (Christian Zacharnik)

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Technische Daten
Motor: 6-Zylinder-Turbodiesel; 2.967 ccm
Leistung: 272 PS, 600 Nm;
Fahrwerte: 0 bis100 km/h in 6,3 Sekunden; Vmax.: 234 km/h
Antrieb: Allrad, 8-Gang-Tiptronic
Gewicht: 2.070 kg
Maße:5,02/2,21/1,74 m (L/B/H)
Kofferraum: 890 – 2.075 Liter
Preis Testwagen: 119.337 Euro; Basispreis: 68.680 Euro

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© Audi

Audi Q7 (2015)

Optisch ist der Q7 auf den ersten Blick als Audi-SUV zu erkennen. Er wirkt aber deutlich austrainierter als die etwas aufgeblasen wirkende Vorgängerversion.

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Audi Q7 (2015)

Der Singleframe-Grill ist wie beim überarbeiteten Q3 stark plastisch durchgeformt und trägt Querstreben. Sein breiter Rahmen läuft bis zu den Scheinwerfern.

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Audi Q7 (2015)

In der Seitenansicht wird klar, dass auch der neue Q7 ein ordentlicher Brocken ist (5,05 Meter Länge, 2,99 Meter Radstand, 1,97 Meter Breite und 1,74 Meter Höhe ).

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Audi Q7 (2015)

Hinten fallen die breite, weit nach unten reichende Heckklappe und die nun deutlich schmäleren, zweigeteilten LED-Rückleuchten auf.

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Audi Q7 (2015)

Laut Audi ist der neue Q7 mit „nur“ 1.995 Kilogramm Leergewicht (als 3.0 TDI) der Leichteste in seiner Klasse. Im Vergleich zum Vorgänger wiegt er satte 325 Kilogramm weniger.

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Audi Q7 (2015)

Sind alle sieben Plätze belegt, bietet der Gepäckraum 295 Liter Volumen, in Beladestellung 770 Liter. Beim Fünfsitzer sind es 890 Liter, mit umgeklappten Lehnen der zweiten Sitzreihe werden daraus 2075 Liter.

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Audi Q7 (2015)

Im Cockpit wird auf den ersten Blick klar, dass man hier in einem Luxusauto und nicht in einem Geländegänger sitzt. Das Interieurdesign wirkt hochwertig, technoid und auf das Wesentliche reduziert.

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Audi Q7 (2015)

Der neu gestaltete MMI-Knopf erkennt auch Handschrifteingabe. Nach jeder Eingabe erfolgt eine akustische und haptische Bestätigung – ein Klick, der auch am Finger zu spüren ist.

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Audi Q7 (2015)

Die Anzeigen erscheinen auf einem zentralen MMI-Monitor, der beim Systemstart elektrisch aus der Instrumententafel ausfährt und auch den Beifahrern die Nutzung des Systems ermöglicht.

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Audi Q7 (2015)

Laut den Entwicklern gibt es neben einem längeren Innenraum auch eine verbesserte Kopffreiheit.

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Audi Q7 (2015)

Auf der Fondbank halten es auch Sitzriesen problemlos längere Strecken aus.

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