Neues Mini-SUV

Hyundai schickt jetzt den Kona ins Rennen

Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten gibt es hier auch einen Allradantrieb.

Ab 27. Oktober 2017 ist auch Hyundai im boomenden Segment der Mini-SUVs vertreten. Die Koreaner gehen mit dem neuen Kona äußerst ambitioniert vor. Denn während Konkurrenten wie Seat Arona,  Citroen C3 Aircross, Renault Captur, Opel Crossland X, Peugeot 2008 oder der von der Schwestermarke Kia stammende Stonic nur mit Frontantrieb erhältlich sind, bietet Hyundai den Kona auch mit Allradantrieb an. Somit legt er sich auch mit Modellen wie VW T-Roc, Audi Q2, Mazda CX-3 oder Opel Mokka X an. Preislich siedelt er sich aber eher bei den Frontantriebskonkurrenten ein. Zur Vervollständigung: Ab 2018 bietet Ford für den aufgewerteten EcoSport ebenfalls vier angetriebene Räder an.

© Hyundai Zweifarbenlackierung (optional) und massive Beplankungen (Serie).

Preise

Der Einführungspreis des Kona beträgt in Österreich 17.990 Euro (inklusive 5 Jahren Garantie). Dafür bekommt man den 1,0 T-GDi mit 120 PS (Turbo-Dreizylinderbenziner), manuellem Sechsganggetriebe und Frontantrieb. Der Allradantrieb bleibt der 177 starken 1,6 T-GDi Version mit serienmäßigem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe vorbehalten. Im Sommer 2018 wird das Motorenangebot um einen völlig neuen Diesel (siehe unten) und eine reine Elektroversion mit zwei Reichweiten erweitert. Die vier Ausstattungslinien Life, Comfort, Premium und Style, zehn Außenfarben, diverse Farbpakete oder eine Zweifarbenlackierung sind hingegen ab Marktstart erhältlich. Hier die Preise im Überblick:

© Hyundai

Design und Abmessungen

Optisch setzt der 4,16 Meter lange, 1,80 Meter breite und 1,55 Meter hohe Kona auf die aktuelle Designlinie der Marke. So gibt es markentypische Elemente wie beispielsweise den Kaskadengrill und die zweigeteilten Heckleuchten. Letztere erinnern an den neuen i30 Kombi während die Seitenansicht mit der erhöhten Bodenfreiheit, den ausgestellten Radhäusern, den Plastikbeplankungen und der Dachreling die Verwandtschaft zum Tucson zum Ausdruck bringt. In den Radkästen finden bis zu 18 Zoll große Räder Platz. Vorne gibt es erstmals Leuchteinheiten, die sich auf drei Ebenen aufteilen – das erinnert ein wenig an den Citroen C3 Aircross. Ganz oben sitzen die schmalen LED-Tagfahrleuchten und die Blinker, darunter sind die Hauptscheinwerfer, die es optional auch mit Voll-LED-Technik gibt, integriert und im ganz unteren Lufteinlass sitzen die beiden Nebelscheinwerfer. Der schmale Lufteinlass oberhalb des Grills verleiht dem Crossover fast schon etwas Aggressivität. Insgesamt wirkt der Kona ziemlich dynamisch und bullig. Ähnlich sportlich kommt in dieser Klasse nur der CX-3 daher. Das könnte bei der anvisierten Zielgruppe gut ankommen. Innen soll es dank des langen Radstands von 2,60 Meter ein ordentliches Raumangebot geben. Vier Erwachsene kommen problemlos unter. Zudem verspricht Hyundai einen großen, variablen Kofferraum. Das Grundvolumen kann von 361 auf 1.143 Liter erweitert werden.

Innenraum und Ausstattung

Im Cockpit finden sich viele Elemente, die man vom i30 kennt. Glücklicherweise ist Hyundai nicht dem kompletten "Touch-Wahn" verfallen und bietet für die Steuerung von Klimaanlage und Lautstärke noch Drehregler an. Beim freistehenden Display über der Mittelkonsole bieten die Koreaner drei Varianten an. Im Basismodell gibt es ein 5-Zoll-LCD-Display inklusive Radio und Bluetooth. Die nächsthöhere Variante setzt auf einen 7 Zoll großen Touchscreen, bei dem aber kein festes Navi mit an Bord ist. Das ist aber kein Problem, da es hier bereits die Smartphone-Integration via Apple CarPlay und Android Auto gibt. Funktionen wie Navigation oder Musikstreaming können einfach über das Handy genutzt werden. Das Top-Infotainment hat einen acht Zoll großen Touchscreen, ein fixes Navisystem inklusive 3D-Darstellung, Rückfahrkamera und ein Daten-Abo (sieben Jahre) für den Online-Service "LIVE". Letzterer bietet Echtzeit-Daten wie Wetter, Verkehr, Sehenswürdigkeiten, Tankstellenpreise und Parkgebühren. Und natürlich sind auch hier Apple CarPlay und Android Auto mit dabei. Darüber hinaus können kompatible Smartphones im Kona induktiv geladen werden. Optional ist auch ein Head-up-Display erhältlich, das Fahr- und Navidaten sowie Musikinfos auf eine kleine Glasscheibe projiziert, die per Knopfdruck hinter dem Lenkrad auf dem Armaturenbrett ausgeklappt wird.

© Hyundai Hier ist das Cockpit mit dem 8  Zoll großen Top-Infotainmentsystem zu sehen.

Assistenzsysteme

Bei den aktiven Sicherheitssystemen sind mittlerweile auch Kleinwagen auf Höhe der Zeit. Hier macht auch der Kona keine (negative) Ausnahme. So bietet Hyundai für das neue Mini-SUV diverse Assistenzsysteme an. Zu den Highlights zählen Spurhalteassistent, automatischer Notbremsassistent, Toter-Winkel-Warner, Querverkehrwarner für den hinteren Fahrzeugbereich und Fernlichtassistent.

Antrieb

Im Gegensatz zu einigen Konkurrenten bietet Hyundai den Kona auch mit Allradantrieb an. Beim Marktstart am 27. Oktober wird es zunächst zwei Benzinmotoren geben. Im Einstiegsmodell verrichtet der aus diversen Konzernmodellen bekannte 1,0-Liter-Dreiyzlinder-Turbo mit 120 PS und 172 Nm Drehmoment (0 – 100 km/h in 12,0 Sek.; Spitze: 181 km/h) seinen Dienst. Hier wird die Kraft per manuellem Sechsgang-Getriebe an die Vorderräder weitergeleitet. Der 177 PS und 265 Nm starke 1,6-Liter-Vierzylinder-Turbo (0 – 100 km/h in 7,9 Sek.; Spitze: 205 km/h) ist stets an ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe gekoppelt. Der Top-Motor ist auf Wunsch auch mit Allradantrieb lieferbar. 2018 schicken die Koreaner dann noch eine reine Elektroversion sowie einen völlig neu entwickelten 1,6-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel nach. Dieser wird in zwei Leistungsstufen erhältlich sein: mit 115 PS und 136 PS.

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Technische Daten der beiden Benzinmotoren

© Hyundai
 

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